5 Fakten über die Augenfarbe

Unzählige Dichter und Künstler haben die Augenfarbe schon immer vergöttert, Wissenschaftler sagen jedoch, dass hinter unserer Augenfarbe viel mehr steckt, als wir eigentlich zu meinen glauben. 

Forschungen haben ergeben, dass die Augenfarbe einiges über unsere Gesundheit aussagen kann – manche sind sogar der Meinung, dass sie etwas mit unseren Charaktereigenschaften zu tun hat. Um an die Fakten zu kommen, haben wir unsere betriebsinterne Optikerin, Roshni, gebeten, der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was die unterschiedlichen Augenfarben eigentlich bedeuten.

TATSACHE: Eigentlich sind die Augen jedes Menschen braun

Obwohl es den Anschein hat, als ob unsere Augen verschiedene Blau-, Grün-, und Brauntönen haben, sind diese Pigmente eigentlich nicht im menschlichen Auge vorhanden. Was bestimmt also die Farbe unserer Augen? 

Das Ganze hat damit zu tun, wie viel Melanin sich in der Iris (das ist der farbige Ring um die Pupille) befindet. Melanin ist von Natur aus dunkelbraun und dasselbe Pigment, das auch unsere Haut und unsere Haarfarbe bestimmt. Je mehr Melanin sich in der Iris befindet, desto dunkler ist die Augenfarbe. 

Auch wie das Licht gestreut wird, wenn es durch das Auge fällt, hat beeinflusst unsere Augenfarbe. Melanin absorbiert Licht und verhindert die Reflektion zurück an die Augenoberfläche, wobei eine dunklere Farbe entsteht.  

Bei hellen Augen ist es genau umgekehrt: Das “Baby-Blau” hat nur wenig Melanin, das heißt, mehr Licht wird reflektiert. Dieser Ablauf wird auch Tyndall-Effekt genannt und ist ein ähnliches Phänomen, das den Himmel Blau erscheinen lässt.

TATSACHE: Blaue Augen sind lichtempfindlicher

Melanin agiert als eine Art Schutzmechanismus gegen die Sonne, indem es UV-Strahlen abblockt. Da blaue Augen weniger Melanin enthalten, tendieren Sie dazu, lichtempfindlicher und anfälliger für Schädigungen durch UV-Strahlen zu sein. 

Forschungen deuten darauf hin, dass Menschen mit helleren Augen einem größeren Risiko ausgesetzt sind, an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken. Es spielt keine Rolle, welche Augenfarbe Sie haben, aber das Tragen einer Sonnenbrille schützt Ihre Augen vor der Sonne. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, können UV-Strahlen abblockende Kontaktlinsen eine zusätzliche Schutzschicht bieten.

MYTHOS: Braunäugige Menschen haben eine schnellere Reaktionszeit

Es gibt einige Belege darüber, dass braunäugige Menschen eine etwas schnellere Reaktionszeit bei Sportarten wie Boxen, Fußball oder Baseball haben. Wenn Sie blaue Augen haben, ist es wahrscheinlicher, dass Sie bei Aktivitäten, bei denen Sie selbst das Tempo bestimmen – wie Bowling oder Golf – besser sind. Jedoch sind weitere Forschungen nötig, um diese Theorien zu unterstützen.

TATSACHE: Im Alter verändert sich die Augenfarbe

Bei den meisten Menschen verändert sich die Augenfarbe ab dem 1. Lebensjahr nicht mehr. Jedoch verändert sich bei 15% der weißen Bevölkerung zu einem späteren Zeitpunkt im Leben allmählich die Augenfarbe.  

Eine Veränderung der Farbe kann ein Anzeichen bestimmter Erkrankungen sein, wie beispielsweise das Horner-Syndrom oder Pigmentglaukom. 

Das Horner-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die durch eine Schädigung des Nervenstrangs verursacht wird, der dafür sorgt, dass sich die Pupille weiten und das Augenlid angehoben werden kann. Bei denjenigen, die am Horner-Syndrom erkranken, kann die Iris des betroffenen Auges heller sein. Beim Pigmentglaukom hingegen erscheint die Iris dunkler. Die Farbveränderung entsteht durch die Pigmentablagerung. Außerdem können bestimmte Augentropfen, die bei grüner Star eingesetzt werden, die Augenfarbe dunkler erscheinen lassen. 

Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist es am besten, wenn diese im frühen Stadium erkannt werden. Darum ist es so wichtig, regelmäßig Augenuntersuchungen durchführen zu lassen – auch wenn Sie tadellos sehen. Wenn Sie jedoch bemerken, dass sich Ihre Augenfarbe deutlich verändert hat, empfehlen wir Ihnen sofort zum Augenarzt zu gehen.

MYTHOS: Die Augenfarbe kann sich je nach Laune verändern

Die Augenfarbe ändert sich nicht wirklich, wenn sich unser Gemütszustand verändert. Die Iris funktioniert ähnlich wie der Verschluss einer Kamera. Sie weitet oder zieht sich zusammen, damit sich die Pupille vergrößern oder verkleinern kann, um ein optimales Sichtverhältniss zu ermöglichen. Das rührt hauptsächlich daher, wie viel Licht ins Auge gelangt – je dunkler der Raum, desto größer wird die Pupille. Unsere Augen weiten sich auch bei verschiedenen Emotionen wie Angst oder Freude, wodurch die Augen dunkler erscheinen können.  


Sie möchten einen neuen Look ausprobieren? Die einfachste und sicherste Methode, um  Ihre Augenfarbe über einen kurzen Zeitraum zu ändern sind farbige Kontaktlinsen. In unserem hilfreichen Guide finden Sie die perfekt passenden Linsen zu jedem Anlass.

Ein letztes Wort

Die Augenfarbe kann einiges enthüllen – von der Tatsache wie anfällig wir für bestimmte Erkrankungen sind bis hin zu wie schnell wir auf dem Sportfeld sind. Obwohl viele Forschungen auf kleinen Probestudien beruhen, haben diese Ideen den Weg für spannendere Entdeckungen in diesem Bereich geebnet.