Es fühlt sich an wie Sandkörner im Auge. Oder wie Brennen, das am Nachmittag schlimmer wird. Oder – und das überrascht viele – wie tränende Augen, obwohl das Problem eigentlich Trockenheit ist.
Trockene Augen sind in Deutschland keine Randerscheinung: Schätzungen gehen davon aus, dass 15 bis 20 % der Bevölkerung betroffen sind – also etwa jeder Sechste bis Siebte. Bei Kontaktlinsenträgern ist der Anteil noch deutlich höher.
Dieser Ratgeber erklärt, was hinter trockenen Augen steckt, welche Ursachen tatsächlich häufig sind, wie die Diagnose abläuft und was laut aktueller Studienlage hilft – und was nicht, auch wenn man es oft liest. Wichtig vorweg: Dieser Artikel ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Bei anhaltenden Beschwerden gehört das Auge angeschaut.
Die Kurzantwort
Trockene Augen entstehen, wenn der Tränenfilm nicht mehr stabil ist – entweder weil zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder, viel häufiger, weil sie zu schnell verdunstet. Die häufigsten Auslöser sind Bildschirmarbeit, Alter und Hormonumstellungen, bestimmte Medikamente, trockene Raumluft und Kontaktlinsen. Die Basisbehandlung sind Tränenersatzmittel und – bei der verdunstungsbedingten Form – konsequente Lidrandpflege.
Was sind trockene Augen überhaupt?
Ihr Auge ist von einem Tränenfilm überzogen, der aus 3 Schichten besteht:
- Eine Lipidschicht aus Fetten, die von den Meibom-Drüsen am Lidrand produziert wird. Sie verhindert, dass die Tränenflüssigkeit verdunstet.
- Eine wässrige Schicht, die den Großteil ausmacht, das Auge mit Nährstoffen versorgt und Fremdkörper wegspült.
- Eine Mucinschicht, die dafür sorgt, dass der Film überhaupt auf der Hornhaut haftet.
Fällt eine dieser Schichten aus, reißt der Film auf – und die Hornhaut liegt für einen Moment frei. Das ist der Punkt, an dem Beschwerden entstehen. Mediziner unterscheiden zwei Grundformen:
Die hypovolämische Form (zu wenig Tränenflüssigkeit). Die Tränendrüsen produzieren nicht genug. Typisch bei zunehmendem Alter, bei bestimmten Autoimmunerkrankungen und als Nebenwirkung von Medikamenten.
Die hyperevaporative Form (zu schnelle Verdunstung). Die Menge stimmt, aber die Lipidschicht ist zu dünn – meist weil die Meibom-Drüsen am Lidrand verstopft oder entzündet sind. Das nennt man Meibom-Drüsen-Dysfunktion, und sie ist die häufigere der beiden Formen.
Diese Unterscheidung ist nicht akademisch: Sie entscheidet darüber, was hilft. Bei der verdunstungsbedingten Form bringt Lidrandpflege oft mehr als jeder Tropfen.
Symptome: Woran Sie trockene Augen erkennen
Häufige Beschwerden sind:
- Fremdkörpergefühl, oft beschrieben als Sand oder Staub im Auge
- Brennen, Jucken oder Stechen
- Rötung
- Müde, schwere Augen, besonders abends
- Verschwommene Sicht, die sich nach dem Blinzeln kurz verbessert
- Lichtempfindlichkeit
- Verklebte Lider am Morgen
- Schwierigkeiten beim Kontaktlinsentragen, die im Tagesverlauf zunehmen
Und das Paradox: Auch tränende Augen sind ein typisches Zeichen. Wenn der Tränenfilm aufreißt, reagiert das Auge mit einem Reflex und produziert plötzlich viel dünne Tränenflüssigkeit. Die läuft ab, statt zu benetzen – das Auge tränt, bleibt aber trocken. Wer wegen tränender Augen zum Arzt geht und die Diagnose „trockenes Auge“ bekommt, ist also nicht falsch behandelt worden.
Typisch ist außerdem der Tagesverlauf: morgens erträglich, nachmittags schlechter, abends am schlimmsten. Und eine Verschlechterung in klimatisierten Büros, im Flugzeug, bei Wind und in der Heizperiode.
Die häufigsten Ursachen für trockene Augen
| Ursache | Was dabei passiert | Was hilft |
| Bildschirmarbeit | Die Blinzelfrequenz sinkt deutlich, der Film wird seltener erneuert | Pausen, bewusst blinzeln, Bildschirm unter Augenhöhe |
| Alter | Die Tränenproduktion nimmt natürlich ab | Tränenersatzmittel, augenärztliche Kontrolle |
| Hormone, Wechseljahre | Sinkende Östrogen- und Androgenspiegel senken die Produktion | Tropfen, ärztliche Beratung |
| Medikamente | Zahlreiche Wirkstoffgruppen reduzieren den Tränenfluss | Nie eigenständig absetzen – mit dem Arzt sprechen |
| Trockene Raumluft | Klimaanlage und Heizung senken die Luftfeuchtigkeit | Lüften, Luftfeuchtigkeit erhöhen, nicht direkt anblasen lassen |
| Meibom-Drüsen-Dysfunktion | Die Lipidschicht fehlt, die Tränen verdunsten zu schnell | Wärme und Lidrandpflege, ärztliche Abklärung |
| Kontaktlinsen | Die Linse beansprucht den Tränenfilm zusätzlich | Materialwechsel, Tageslinsen, Tragezeit kürzen |
| Erkrankungen | Sjögren-Syndrom, Rheuma, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen | Behandlung der Grunderkrankung |
| Augenoperationen | Nach LASIK sind Hornhautnerven zeitweise beeinträchtigt | Meist vorübergehend, ärztlich begleiten |
| Rauchen | Rauch reizt direkt und verschlechtert den Tränenfilm | Reduzieren oder aufhören |
Ein paar Punkte lohnen sich im Detail.
Bildschirmarbeit ist der Grund, warum trockene Augen bei jüngeren Menschen deutlich zugenommen haben. Beim konzentrierten Blick auf einen Monitor blinzeln wir seltener und oft unvollständig – das Lid schließt nicht ganz. Praktische Tipps dazu finden Sie in Wie vermeide ich digitalen Sehstress? und für das Arbeiten von zuhause in Homeoffice: So schützen Sie Ihre Augen.
Medikamente werden oft übersehen. Zu den Wirkstoffgruppen, die den Tränenfluss reduzieren können, gehören Antihistaminika, Anticholinergika, Betablocker, Neuroleptika, Antidepressiva, Östrogenpräparate und Thiazid-Diuretika. Wenn Ihre Beschwerden zeitlich zu einem neuen Medikament passen, ist das ein Gespräch mit Ihrem Arzt wert – aber setzen Sie nichts eigenständig ab.
Hormonelle Umstellungen treffen besonders Frauen in den Wechseljahren. Warum das so ist und was sonst noch am Sehen anders wird, erklären wir in So wirken sich die Wechseljahre auf Ihr Sehvermögen aus.
Rauchen wirkt doppelt: als direkter Reiz und über eine schlechtere Zusammensetzung des Tränenfilms. Mehr dazu in Die Auswirkungen des Rauchens auf Ihr Sehvermögen.
Wann Sie zum Augenarzt gehen sollten
Trockene Augen sind meist harmlos, aber nicht immer. Gehen Sie zeitnah zum Augenarzt, wenn:
- Sie starke Schmerzen im Auge haben
- Ihre Sicht deutlich verschwommen bleibt, auch nach dem Blinzeln
- Das Auge stark gerötet ist, besonders einseitig
- Sie ausgeprägt lichtempfindlich sind
- Beschwerden trotz Tropfen über mehrere Wochen bestehen
- Sie Kontaktlinsen tragen und die Beschwerden nach dem Herausnehmen nicht verschwinden
Der letzte Punkt ist wichtig: Ein gereiztes Auge unter Kontaktlinsen kann auch eine Hornhautentzündung sein, und die gehört sofort abgeklärt. Nehmen Sie die Linse in diesem Fall heraus und tragen Sie sie erst wieder, wenn ein Arzt es freigibt. Eine Abgrenzung zu anderen Ursachen finden Sie in unseren Beiträgen zu Ursachen für Augenschmerzen und zur Bindehautentzündung.
Wie werden trockene Augen diagnostiziert?
Trockene Augen werden über ein Gespräch zu Ihren Beschwerden und eine Untersuchung des vorderen Augenabschnitts diagnostiziert. Häufig kommen dabei folgende Verfahren zum Einsatz:
- Standardisierter Fragebogen, um Art und Schwere der Symptome zu erfassen
- Untersuchung an der Spaltlampe mit Blick auf Lidrand, Bindehaut und Hornhaut
- Anfärbung mit Fluoreszein, einem gelb-orangen Farbstoff, der Schäden an der Augenoberfläche sichtbar macht
- Tränenfilmaufreißzeit (Break-up-Time), also die Messung, wie lange der Film nach dem Blinzeln stabil bleibt
- Schirmer-Test, bei dem mit einem Papierstreifen die Menge der Tränenflüssigkeit gemessen wird
- Meibographie, eine Darstellung der Meibom-Drüsen am Lidrand
- Messung der Tränenmeniskushöhe und in spezialisierten Praxen der Osmolarität
Der Sinn dieser Tests ist nicht nur die Diagnose, sondern die Einordnung: zu wenig Tränenflüssigkeit oder zu schnelle Verdunstung? Ohne diese Antwort ist jede Behandlung Rätselraten.
Behandlung: Was laut Studien wirklich hilft
Tränenersatzmittel sind die Basis. Nach aktuellen Leitlinien sind sie das Mittel der Wahl in der Erstbehandlung. Wichtig ist die Auswahl: dünnflüssige Tropfen mit Hyaluronsäure für den Tag, dickere Gele oder Salben für die Nacht, lipidhaltige Präparate bei verdunstungsbedingter Trockenheit. Wenn Sie mehr als 4- bis 6-mal täglich tropfen, greifen Sie zu konservierungsmittelfreien Produkten – Konservierungsstoffe wie Benzalkoniumchlorid können die Augenoberfläche bei häufiger Anwendung zusätzlich reizen.
Ein Hinweis zu „Weißmachern“: Tropfen, die gerötete Augen durch Gefäßverengung optisch aufhellen, behandeln trockene Augen nicht und sind für den Dauergebrauch nicht geeignet. Eine Übersicht der geeigneten Produkte finden Sie in unserer Kategorie Augentropfen und im Beitrag Alles über Augentropfen und Kontaktlinsen.
Lidrandpflege ist bei der verdunstungsbedingten Form der wichtigste Hebel. Wärme über etwa 5 bis 10 Minuten macht das Sekret in den Meibom-Drüsen flüssiger, eine sanfte Massage in Richtung Lidkante befördert es heraus, und eine milde Reinigung entfernt Reste. Als tägliche Routine über mehrere Wochen wirkt das bei vielen Betroffenen besser als jeder zusätzliche Tropfen. Passende Wärmemasken und Lidrandpflegeprodukte finden Sie bei uns.
Omega-3-Präparate: Die Evidenz ist enttäuschend. Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren werden häufig gegen trockene Augen empfohlen. Die größte Studie dazu, die DREAM-Studie mit 535 Teilnehmern über 12 Monate, fand keinen Unterschied zwischen 3 g Omega-3 täglich und einem Placebo aus Olivenöl – beide Gruppen verbesserten sich ähnlich stark. Veröffentlicht wurde das 2018 im New England Journal of Medicine. Eine ausgewogene Ernährung mit Fisch ist aus anderen Gründen sinnvoll; als Behandlung für trockene Augen sind Omega-3-Kapseln nach heutiger Studienlage aber nicht belegt.
Auch beim Trinken lohnt sich Nüchternheit. Ausreichend zu trinken ist grundsätzlich gesund, und eine deutliche Dehydrierung verschlechtert den Tränenfilm. Dass mehr Trinken als üblich trockene Augen behandelt, ist damit aber nicht gezeigt.
Wenn das nicht reicht, gibt es ärztliche Optionen: entzündungshemmende oder immunmodulierende Augentropfen auf Rezept, ein Verschluss der Tränenpünktchen mit sogenannten Punctum Plugs, damit die eigene Tränenflüssigkeit länger auf dem Auge bleibt, sowie apparative Verfahren zur Behandlung der Meibom-Drüsen. Welche davon in Frage kommt, entscheidet der Augenarzt anhand der Befunde.
Trockene Augen und Kontaktlinsen
Hier lohnt sich Klartext: Kontaktlinsen und trockene Augen sind eine schwierige Kombination. Rund 50 % der Kontaktlinsenträger berichten über Symptome trockener Augen, und die Wahrscheinlichkeit liegt bei Trägern etwa 12-mal höher als bei Nichtträgern. Trockenheitsgefühl ist auch der häufigste Grund, warum Menschen das Kontaktlinsentragen ganz aufgeben.
Aufgeben müssen Sie aber meist nicht. Diese Ansätze helfen der Reihe nach:
1. Die Tragezeit kürzen. Nicht 14 Stunden, sondern 8 – und abends auf die Brille wechseln.
2. Auf Tageslinsen wechseln. Eine frische Linse jeden Morgen sammelt keine Ablagerungen, die den Tränenfilm zusätzlich stören. Tageslinsen sind für empfindliche Augen oft die verträglichste Variante.
3. Das Material wechseln. Moderne Silikon-Hydrogel-Linsen mit feuchtigkeitsbindenden Komponenten sind für trockene Augen deutlich besser geeignet als ältere Hydrogele.
4. Benetzungstropfen nutzen, und zwar ausdrücklich solche, die für die Anwendung mit Kontaktlinsen zugelassen sind. Ein Cochrane-Review von 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass solche Tropfen Beschwerden lindern können – bei allerdings sehr geringer Aussagesicherheit, weil die vorhandenen Studien klein und kurz sind.
5. Die Anpassung überprüfen lassen. Sitz und Durchmesser der Linse beeinflussen den Tränenfilm. Eine erneute Kontaktlinsen-Anpassung ist oft der schnellste Weg zu einer besseren Lösung.
6. Bei Monatslinsen die Pflege prüfen. Manche reagieren auf Inhaltsstoffe der Pflegelösung. Wie die Routine korrekt aussieht, zeigen wir in der Kontaktlinsen-Reinigung Schritt für Schritt.
Welche konkreten Linsen dafür in Frage kommen – nach Tages-, Monats-, torischer und multifokaler Variante sortiert –, haben wir in Die besten Kontaktlinsen für trockene Augen zusammengestellt. Das ist der passende nächste Schritt, wenn Sie wissen, dass Sie trockene Augen haben, und jetzt eine Linse suchen, die dazu passt.
8 Maßnahmen für den Alltag
1. 20-20-20: alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas in etwa 6 Metern Entfernung blicken.
2. Bewusst vollständig blinzeln. Ein paar bewusste, komplette Lidschlüsse pro Stunde verteilen den Film wieder.
3. Bildschirm unter Augenhöhe stellen. Der Blick nach unten verkleinert die offene Lidfläche und reduziert die Verdunstung.
4. Luft nicht direkt ins Gesicht. Klimaanlage, Autolüftung und Ventilator umlenken.
5. Luftfeuchtigkeit im Blick behalten, gerade in der Heizperiode. Regelmäßig lüften hilft mehr als ein Dauerbetrieb der Heizung.
6. Lidrandpflege als Routine, nicht als Notmaßnahme – täglich über einige Wochen.
7. Sonnenbrille bei Wind und Sonne. Sie reduziert Verdunstung und Reizung messbar.
8. Linsenpausen einplanen. Ein Brillentag pro Woche ist keine Niederlage, sondern Pflege.
Häufige Fragen
Was sind die Ursachen für trockene Augen?
Die Ursachen für trockene Augen sind ein instabiler Tränenfilm – entweder durch zu wenig Tränenflüssigkeit oder, häufiger, durch zu schnelle Verdunstung. Am häufigsten dahinter stecken Bildschirmarbeit mit reduzierter Blinzelfrequenz, zunehmendes Alter, hormonelle Umstellungen wie die Wechseljahre, Medikamente wie Antihistaminika, Betablocker oder Antidepressiva, trockene Raumluft durch Klimaanlage und Heizung, eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion am Lidrand sowie das Tragen von Kontaktlinsen.
Wie viele Menschen in Deutschland haben trockene Augen?
In Deutschland sind schätzungsweise 15 bis 20 % der Bevölkerung von trockenen Augen betroffen, also etwa jeder Sechste bis Siebte. Frauen und ältere Menschen sind überproportional häufig betroffen. Unter Kontaktlinsenträgern berichten rund 50 % über Symptome.
Warum tränen meine Augen, wenn sie trocken sind?
Ihre Augen tränen, weil ein aufgerissener Tränenfilm einen Schutzreflex auslöst: Das Auge produziert schnell eine große Menge dünner Tränenflüssigkeit. Diese läuft ab, statt die Oberfläche gleichmäßig zu benetzen – das Auge tränt also, bleibt aber trocken. Tränende Augen sind daher ein typisches und kein widersprüchliches Symptom trockener Augen.
Helfen Omega-3-Kapseln gegen trockene Augen?
Omega-3-Kapseln helfen nach heutiger Studienlage nicht nachweisbar gegen trockene Augen. Die DREAM-Studie mit 535 Teilnehmern verglich über 12 Monate 3 g Omega-3 täglich mit einem Olivenöl-Placebo und fand keinen signifikanten Unterschied; beide Gruppen verbesserten sich ähnlich stark. Eine fischreiche Ernährung ist aus anderen Gründen sinnvoll, als Behandlung für trockene Augen ist sie aber nicht belegt.
Kann ich mit trockenen Augen Kontaktlinsen tragen?
Ja, mit trockenen Augen können die meisten Menschen weiter Kontaktlinsen tragen – oft aber nur mit Anpassungen. Sinnvoll sind eine kürzere Tragezeit, der Wechsel auf Tageslinsen, ein modernes Silikon-Hydrogel-Material, für Linsen zugelassene Benetzungstropfen und eine erneute Anpassung beim Optiker. Wenn die Beschwerden nach dem Herausnehmen der Linse anhalten, gehört das augenärztlich abgeklärt.
Welche Augentropfen sind bei trockenen Augen die richtigen?
Bei trockenen Augen sind Tränenersatzmittel die richtige Wahl: dünnflüssige Tropfen mit Hyaluronsäure für den Tag, Gele oder Salben für die Nacht und lipidhaltige Präparate, wenn die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet. Ab etwa 4- bis 6-mal täglicher Anwendung sollten die Tropfen konservierungsmittelfrei sein. Gefäßverengende „Weißmacher“ gegen rote Augen sind dafür nicht geeignet.
Gehen trockene Augen von allein weg?
Trockene Augen gehen von allein weg, wenn die Ursache vorübergehend ist – etwa nach einer Woche im klimatisierten Hotel, einem Langstreckenflug oder einer Phase mit viel Bildschirmarbeit. Liegt eine dauerhafte Ursache wie eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion, eine Grunderkrankung oder eine Medikamenteneinnahme vor, bleiben die Beschwerden ohne Behandlung meist bestehen und können sich verschlechtern. Bei Symptomen über mehrere Wochen ist eine augenärztliche Abklärung angebracht.
Der nächste sinnvolle Schritt
Wenn Ihre Beschwerden neu sind oder seit Wochen anhalten, lassen Sie den Tränenfilm bei einem Augenarzt oder Optometristen untersuchen. Erst wenn klar ist, welche Form vorliegt, lässt sich gezielt behandeln – und Sie sparen sich das Durchprobieren von Tropfen, die für Ihren Fall gar nicht gemacht sind.
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und schon wissen, dass Ihre Augen zu Trockenheit neigen, ist der nächste Schritt die Wahl eines passenden Materials. Unsere Übersicht Die besten Kontaktlinsen für trockene Augen hilft bei der Auswahl, und die Produkte zur Lidrandpflege und Befeuchtung finden Sie direkt bei uns.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich an einen Augenarzt oder Optometristen.
